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Volume 16, Issue 3, 15 July 2010

 

Volume 16, Issue 3 – 15 July 2010

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Erwin Schraml and Herbert Tichy: A new species of Haplochromis, Haplochromis katonga n. sp. (Perciformes: Cichlidae) from the Katonga River, Uganda, pp. 81-92

Zusammenfassung


Eine neue Art der Gattung Haplochromis: H. katonga, wird nach neun Exemplaren mit 37,1 bis 68,7 mm SL beschrieben, die im Katonga-Fluss in Uganda gefangen wurden. Von den anderen Arten der Gattung unterscheiden sie sich durch relativ geringe Größe, die Kombination be­stimmter morphologischer Merkmale (beispielsweise ein relativ großes Auge, eine geringe Zahl von Schuppen auf der seitlichen Mittellinie (<31 vs. >30), eine geringere Körpertiefe als bei anderen flusslebenden Arten (32,7 vs. 35-40 % der Standardlänge bei Astatotilapia) sowie durch die Farbgebung (bei Männchen: bläulich bis dunkel graubraun am Rücken, grünlich die Flanken, im Bauchbereich gelblich, rötliche Bereiche an den unpaaren Flossen). Es handelt sich um die bisher einzige Haplochromis-Art vom Katonga-Fluss, der den Victoriasee mit dem Georgsee verbindet. Verbindende Merkmale ließen sich zu den Gattungen Astatotilapia undEnterochromis (nach den Definitionen von Greenwood 1979, 1980) feststellen.

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Haplochromis katongan. sp., male, holotype ZSM 30362, photographed shortly after capture. Photo by E. Schraml.

 

 

 

Thomas H. Fraser: A new deepwater species of the genus Apogonichthyoides (Apogonidae) from the Timor Sea, north-western Australia, pp. 93-100

 

Zusammenfassung

Beschrieben wird die neue Art Apogonichthyoides miniatus anhand von 27 Exemplaren, die in 95 Metern Tiefe in der Timorsee, Nordwest-Australien, gefangen wurden. Es handelt sich um eine besonders kleine Tiefwasser-Art; die erwachsenen Tiere sind kleiner als bei den anderen Arten der A.-nigripinnis-Gruppe (11 Arten) und unterscheiden sich der Färbung nach von allen anderen bekannten Arten (19) der Gattung Apogonichthyoides: Kopf, Rumpf und Flossen sind insgesamt rötlich, über der Brustflosse befindet sich ein rundlicher schwärzlicher Körperfleck (kein Augenfleck), dem sich drei schwache schwärzliche Zeichen entlang der Mittellinie anschließen. Außerdem haben die Vertreter dieser Art niedrige Kiemenblättchenzahlen, hohe Brustflossenstrahlenzahlen und eine rundliche Schwanzflosse. Außerdem werden die Zahlen für einige ausgewählte osteologische Merkmale genannt: Schwanzskelett, einen Anteil der Rückenflosse mit einem kleinen sichtbaren achten Stachel sowie eine Schuppe der Seitenlinie. Vertreter von mindestens vier weiteren Gattungen weisen ebenfalls einen sichtbaren achten Rückenstachel auf.


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Post-mortem colors of the holotype, Apogonichthyoides miniatus, NMV A29729-003, 35.0 mm SL, a male from 95m in the Timor Sea, north-western Australia. Digital photograph by D. Bray

 

 

 

Maribel Carrera- Fernández, Felipe Galván-Magaña and B. Patricia Ceballos- Vázquez: Reproductive biology of the blue shark Prionace glauca (Chondrichthyes: Carcharhinidae) off Baja California Sur, México, pp. 101-110

 

Zusammenfassung


Der Blauhai Prionace glauca (Linnaeus) ist die häufigste Art bei der handwerklichen Fischerei an der Westküste von Baja California Sur, Mexiko. Doch gibt es bisher keine biologischen Informationen über das Fortpflanzungsverhalten der Blauhaie in dieser Gegend. In die Untersuchung von August 2000 bis März 2003  wurden insgesamt 1033 Haie (631 Männchen und 402 Weibchen) einbezogen. Das Verhältnis Weibchen zu Männchen betrug 0,36 zu 1. Die Größe bei der Geschlechtsreife (L50) wurde mit durchschnittlich 184 cm Gesamtlänge (TL) bei den Männchen und 196 cm TL bei den Weibchen ermittelt. Die Wurfgröße reichte von 9 bis 64, mit einem Mittelwert von 33 Embryos. Im August und September konnten Ovulation, Fertilisiation, das Vorhandensein von Eiern im Ute­rus und kleine Embryos festgestellt werden; voll entwickelte Embryos ließen sich im Mai und Juli nachweisen, nach einer Trächtigkeitsperiode von 9 bis 11 Monaten. Wir fanden zusammengesetzte Spermatozeugmen in der Samenblase von geschlechtsreifen Männchen und Sperma in den Eileiterdrüsen von Weibchen unterschiedlicher Reifestadien, was für eine lange Speicherung von Spermien spricht. Wir konnten bestätigen, dass der Hauptanteil der Fangergebnisse der Haifischerei aus jungen Tieren besteht.

 

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Blue shark, Prionace glauca, Punta Lobos, in Baja California Sur, México. Photo by S. Espinoza-García.

 

 

 

 

Aaron P. Jenkins and Kinikoto Mailautoka: Hippichthys albomaculosus, a new species of freshwater pipefish (Pisces: Syngnathidae) from Fiji, pp. 111-116

Zusammenfassung
Beschrieben wird eine neue Art der Süßwasser-Seenadeln: Hippichthys albomaculosus, auf der Grundlage von 22 Exemplaren, die auf der Insel Vanua Levu, Republik Fidschi, gesammelt worden waren. Die neue Art unterscheidet sich von ihren nächsten Verwandten durch eine Reihe von Merkmalen – dazu gehören: 13 Rumpfringe, Gesamtzahl der Ringe gewöhnlich 48; Ansatz der Rückenflosse am ersten Schwanzring; Scutella nicht gekielt; Brustflossenstrahlen im Mittel 14, Rumpftiefe etwa 1,7-fache Kopflänge, Analringtiefe etwa 2,8-fache Kopflänge; eine Reihe von 10 bis 11 weißen Augenflecken mit dunklen Rändern auf beiden Seiten des Kiels auf der bauchseitigen Mittellinie in Längsrichtung sowie unterhalb des unteren Rumpfgrates.

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Hippichthys albomaculosus, USPS 5941, female paratype, 86.0 mm SL, lower Dreketi River, Vanua Levu Island, Fiji,aquarium photo. Photo by K. Mailautoka.


Sergey Bogorodsky, Marcelo Kova I and Helen K. Larson: The first records of four gobies (Pisces: Gobiidae) in the Red Sea, pp. 117-128

Zusammenfassung


Kürzlich konnten in Süd-Ägypten, im Sudan und im Jemen vier Grundel-Arten über Korallen und Korallenfelsen nachgewiesen werden (Feia nympha, Gobiodon prolixus, Pleurosicya plicata und Trimmatom nanus); die drei letztgenannten konnten auch unter Wasser fotografiert werden. Dabei handelt es sich um Erstnachweise dieser Arten im Roten Meer. Mitgeteilt werden Daten zur Morphologie, darunter Bestimmungsmerkmale im Vergleich zu ähnlichen Arten des Roten Meeres und Beschreibungen der Lebendfärbung nach Unterwasserfotografien. Hinzu kommen einige Bemerkungen zur Ökologie der Arten und erste Angaben über die zugeordneten Korallen von P. plicata. Außerdem wird eine  Gobodion-Art als die unbeschriebene Gobiodon sp.1 identifiziert, von der früher aus dem Golf von Aqaba berichtet worden war. Trimmatom nanus gilt nun als der kleinste Fisch, den man gegenwärtig vom Roten Meer kennt.

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Gobiodon sp.1, freshly collected specimen, female, 31.6 mm, NMW 95236, Shams Alam, southern Egypt, 9 June2008. Photo by S. Bogorodsky.

 

 

Gerald R. Allen, Joshua Drew and Douglas Fenner: Amphiprion pacificus, a new species of anemonefish (Pomacentridae) from Fiji, Tonga, Samoa, and Wallis Island, pp. 129-138

Zusammenfassung


Die neue Art Amphiprion pacificus n. sp. wird auf der Grund­lage von vier Exemplaren mit 30,9-48,3 mm SL be­schrieben, die an den Inseln Wallis und Tonga im West-Pazifik gefangen wurden. Unterwasserfotografien belegen außerdem ihr Vorkommen über Korallenriffen der Fidschi- und Samoa-Inseln. Dem Erscheinungsbild nach ist das neue Taxon nahezu identisch mit A. akallopisos vom Indischen Ozean. Beide Arten sind braun mit einem Rosaton, der in einen orangefarbenen oder gelblichen Ton auf der unteren Kopf­hälfte und an der Flanke übergeht; außerdem ist ein weißer Streifen auf der dorsalen Mittellinie des Kopfes kennzeichnend, der kurz vor dem Auge beginnt, sich bis zum Ansatz der Rückenflosse erstreckt und sich vom Rückenflos­sen­ansatz bis zur Basis der Schwanzflosse fortsetzt. Nach gene­tischen Untersuchungsergebnissen dürfte 
A. pacificus je­do­ch eher mit A. sandaracinos von Westaustralien und dem indo-malaiischen Raum verwandt sein, sie bilden zusammen eine Klade mittlerer Ausprägung, die sich deutlich von A. akallopisos unterscheidet. A. sandaracinosunterscheidet sich wiederum von A. pacificus nicht nur genetisch, sondern auch im Aussehen: die Grundfarbe ist einheitlich orange, der weiße Stirnstreifen erstreckt sich bis zur Oberlippe. Auch die Mittelwerte der weichen Rückenflossen- und Afterflossenstrahlen ermöglichen eine Unterscheidung (19 im Vergleich zu 18 und 13 im Vergleich zu 12 bei A. pacificus bzw. A. sandaracinos).

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Underwater photos of Amphiprion pacificus, adult, approximately 60 mm SL, Fiji. Photo by J. Jensen

 


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