Volume 16, Issue 4, 15 October 2010
Volume 16, Issue 4, 15 October 2010
Volume 16, Issue 4 – 15 October 2010

Luke Tornabene, Carole Baldwin, Lee A. Weigt and Frank Pezold: Exploring the diversity of western Atlantic Bathygobius (Teleostei: Gobiidae) with cytochrome c oxidase-I, with descriptions of two new species, pp. 141-170
Zusammenfassung
Bathygobius ist nach bisherigem Kenntnisstand nach morphologischen Kriterien im Westatlantik mit drei Arten vertreten (B. soporator, B. curacao und B. mystacium). Unsere kombiniert genetischen und morphologischen Untersuchungen belegen aber, dass es im Westatlantik mindestens sechs Bathygobius-Arten gibt, die aus acht genetischen Linien bestehen. Zwei Linien lassen sich mit B. curacao und B. mystacium in Übereinstimmung bringen. Vier der Linien zeigen Merkmale, die man bisherB. soporator zugeordnet hätte. Davon sind zwei morphologisch ununterscheidbar, sodass sie hier vorläufig zu einer einzigen Art, nämlich B. soporator, zusammengefasst werden. Eine dritte „B. soporator“ Linie unterscheidet sich, sodass für sie die Wieder-Einrichtung des alten Namens Gobius lacertus als Bathygobius lacertus vorgeschlagen wird. Auch die vierte „B. soporator“-Linie unterscheidet sich; sie wird hier als neue Art beschrieben. Zwei weitere nahe verwandte genetische Linien sind morphologisch ununterscheidbar und werden als eine einzige weitere neue Art zusammengefasst. Es folgen revidierte Beschreibungen von B. soporator, B. mystacium und B. curacao sowieBemerkungen zur Bestimmung vonBathygobius-Larven von Belize.
Abstract | Full Text | PDF (568 KB)

Bathygobius antilliensis, holotype, 46 mm SL, female, Hatillo, Puerto Rico, DNA #PR1313, AMNH 251650. A, longitudinal pattern of pigment on first dorsal fin; B, upper, complete row of 7-8 blotches, row terminating just anterior to basicaudal markings; C, lower, incomplete row of 3 (rarely 4) blotches row usually terminating anterior to origin of anal fin. Photo by R. Chabarria. Image editing by L. Tornabene.
Gerald R. Allen, Mark V. Erdmann and Alison M. Hamilton: Hoplolatilus randalli, a new species of sand tilefish (Pisces: Malacanthidae) from the tropical western Pacific with comments on the validity of H. luteus, pp. 171-186
Zusammenfassung
Hoplolatilus randalli n. sp. wird auf der Grundlage von 13 Exemplaren mit 46,7-158,2 mm SL beschrieben, die bei den Banda-Inseln und West-Papua in Indonesien gefangen wurden sowie bei Luzon von den nördlichen Philippinen, bei Palau und Yap von Mikronesien und an den Salomon-Inseln. Diese neue Art war bisher mit H. fronticinctus Günther verwechselt worden, die nahe verwandt ist, aber beschränkt auf den Indischen Ozean von Ostafrika bis zur östlichen Andamanensee. Die beiden Arten lassen sich durch die Grundfarbe unterscheiden; vor allem hat H. randalli n. sp. eine vorherrschend grünliche Farbe, H. fronticinctus hingegen im Wesentlichen einen bläulichen Farbton. Auch die Form der Schwanzflossen unterscheidet sich: Bei beiden Arten ist die Schwanzflosse eingekerbt, aber bei H. randalli n. sp. ist der hintere Rand der beiden Lappen leicht konvex, bei H. fronticinctus hingegen gerade. Außerdem hat H. randalli n. sp. längere harte Rückenflossenstrahlen (letzter Hartstrahl 2,5-3,0 vs. 3,5-4,1 in HL) und auch längere weiche Rückenflossenstrahlen (längster Weichstrahl 1,1-1,4 vs. 1,5-1,7 in HL). Weiterhin werden genetische Daten mitgeteilt, die die Artentrennung bestätigen. Außerdem geben wir zusammenfassend Belege für die Anerkennung der Art H. luteus wieder (morphologische, genetische und ontogenetische, auf das Farbmuster bezogene Unterscheidungsmerkmale), die kürzlich erst als jüngeres Synonym zu H. fourmanoiri eingestuft wurde.
Abstract | Full Text | PDF (340 KB)

Underwater photographs of Hoplolatilus randalli n. sp. approximately 150 mm SL, Triton Bay, West Papua, Indonesia. Photos by G. R. Allen.
Tyson R. Roberts: Barbus sensitivus, a new species with extensive pitlines from the Sanaga River (Teleostei: Cyprinidae), pp. 187-196
Zusammenfassung
Die neue Art Barbus sensitivus vom Sanaga-Fluss in Kamerun, Westafrika, hat einen deutlich schlankeren Schwanzstiel als andere kleine afrikanische Barben. Außerdem haben die Vertreter dieser Art in Grübchen, die auf dem Kopf und den Schuppen in Reihen angeordnet sind, frei liegende Organellen („pitline organelles“), die hier durch Rasterelektronenmikroskop-Bilder veranschaulicht werden. Ähnliche Grubenreihen und -Organellen kommen augenscheinlich bei anderen Altwelt-Barben vor, in unterschiedlichen Gattungen aus Afrika und Asien, doch fehlen vergleichende Studien unter Einbeziehung von REM-Bildern, die Vergleich und Bestimmung ermöglichen. Keine der bisher beschriebenen Arten ähnelt dieser neuen Art besonders. Die pitline organelles von B. sensitivus n. sp. haben freiliegende oder freie Neuromasten. Ihre Funktionsweise ist vermutlich mechanosensorisch. Bei der erwachsenen B. sensitivus n. sp. sind sie in großen Grubenreihen auf Kopf und Rumpf extensiv verteilt; sie ähneln Seitenlinien-Neuromasten bei weit entwickelten Larven von Cyprinus carpio, Gnathopogon elongatus caerulescens und Danio rerio. Hauptsächlich sind die Neuromasten auf den ventrolateralen Teil des Kopfes konzentriert, wo ihre Zahl rund 30.000 beträgt, jeweils mit 20 bis 100 Kinozilien (Flimmerhärchen) mit einer Länge von 7 Mikrometern und 0,4 Mikrometern Durchmesser. Grubenreihen mit kleineren -Organellen und weniger Kinozilien finden sich auf den Schuppen des Rumpfes und auf der Oberseite des Kopfes, fehlen aber auf den Flossen. Ihr Vorhandensein bei den erwachsenen Tieren der Art B. sensitivus könnte als neotenische Beibehaltung (Reste eines früheren Entwicklungsstadiums) aufgefasst werden. Bei den Larven von Gnathopogon elongatus caerulescens dienen derartige Organellen dem Aufspüren von kleiner Planktonnahrung wie Artemia während der Nahrungssuche unter verminderten Lichtverhältnissen.
Abstract | Full Text | PDF (312 KB)
Barbus sensitivus, 40.6 mm female holotype, Sanaga River at Belabo, Cameroon (CAS 95344). Specimen oriented obliquely in order to show the pit lines on the undersurface of the head and the genital pad to better effect. Photo by J. Fong
Michel Bariche: Champsodon vorax (Teleostei: Champsodontidae), a new alien fish in the Mediterranean, pp. 197-200
Zusammenfassung
Zum ersten Mal wird über ein Vorkommen des indo-pazifischen Krokodilzahnfisches Champsodon vorax im Mittelmeer berichtet, und zwar vor der Küste Libanons. Die neue gebietsfremde Art hat offensichtlich einen stabilen Bestand im östlichen Mittelmeer im Levantinischen Becken aufbauen können. Die Exemplare aus dem Mittelmeer werden genau beschrieben.
Abstract | Full Text | PDF (120 KB)
Champsodon vorax collected from Lebanon. 93.04 mm SL, AUBM OS3673
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Heiko Bleher
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